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Der Tempel der Gerechten




Grade waren die ersten Strahlen der Sonne auf die Erde gefallen, da wachte Loki auf. Eben noch beschien die Sonne sein Gesicht und nun war sie weg. So öffnete er die Augen um zu sehen, was ihm die Sonne nahm.

Er sah es. Ein Banner, gewaltig an Ausmaßen, mit detaillierter Bestickung, welche eine Frau gehüllt in ein weißes Kleid, mit nackten Füßen, nackten armen, ausgebreitet, in der rechten Hand eine goldene Waage, in der linken ein prächtiges Schwert zeigte. Sie hatte ein schönes Gesicht, umrahmt von prächtigem blondem Haar, doch waren ihre Augen verbunden. Über ihr schwebte ein geöffnetes Buch. Das Banner an sich war schwarz mit einem roten Rand. Doch das Banner war nicht das einzigste imposante. Der Träger war ein wahrer Hühne, in einer blank polierten Rüstung sich überlappender Platten, die silbrig strahlten im gleißenden weißen Licht der späten Morgensonne.
Er Trug die schwere, Bannerstange, die 2 mal so lang war wie er selbst mit einer Leichtigkeit, dass man meinen könne, er trüge einen Weidenzweig. Auf dem Rücken trug er einen blank polierten silbernen Schild, mit einer goldenen Rahmung und dem auf dem Banner dargestelltem Wappen in Stilisation. Um seine Hüfte gebunden hing ein schwarzer Ledergürtel mit aufwendig in Form von einem Buch gebrachter Schnalle. An ihm befestigt war ein Schwert, ein blut roter Stein funkelte am goldenen Knauf, edles Leder und feiner Draht wurden meisterlich zu einem Griff geformt, der Klingenfänger war vergleichsweise schlicht geformt, aber breit und wies einen Waagenförmiges Relief auf. Die Scheide war aus rotem Leder immer wieder unterbrochen von kurzen Stücken Metalls in kunstvollen Formen.

Er konnte das Gesicht von ihm nicht erkennen, denn er trug einen ebenfalls kunstvoll verzierten Helm, dessen Visier geschlossen war und an dessen Seiten silberne Flügel prangten. Er war ein imposanter Anblick, bei dem man bereits erwartete, dass er mit einer grollenden, einem Gott würdigen Stimme reden würde. Jeder seiner Schritte klirrte. Doch der Bannerträger war bei weitem noch nicht das größte, denn es war eine ganze Kolonne ähnlich gerüsteter Krieger und dierekt hinter ihm ritt einer, der obgleich keine fast 2 Schritt groß wie der Bannerträger, doch irgendwie noch viel imposanter.

Er trug die gleiche Rüstung wie alle anderen auch, bis auf, dass die Kanten seiner Rüstung oftmals goldene Verzierungen aufwies. Er ritt auf einem prächtigen massiven, schwarzen Schlachtross. Er war einer der wenigen die unbehelmt waren. Er hatte sympatische Gesichtszüge, braune Augen und schwarze Haare, die ihm bis in den Nacken gingen. Er schien der Befehlshaber des imposanten Trupps zu sein und ritt in einer unheimlichen Stille und grimmigem Gesicht an erster Stelle hinter dem Banner. Auch wenn das Banner vor ihm hergetragen wurde, so war er doch eindeutig der den Tross leitende, denn niemand außer ihm ritt auf einem Pferd, geschweige denn einem so prächtigen Schlachtross, das eines Königs wert wäre ebenso strahlte niemand, obgleich jeder der gepanzerten Krieger Ehrfurcht gebietend, in einem Solchen Maße Autorität aus.

Langsam kamen immer mehr und mehr gepanzerte in Lokis Blickfeld und damit nach einiger Zeit auch eine merkwürdig geformte Kiste aus edlem Ebenholz, auf deren Deckel ein liegender Mann herausgearbeitet war, dessen Hände ein Schwert vor seiner Brust hielten und wessen Klinge im Gesicht auf dem Nasenbein sachte auflag. Dort wo normalerweise der Gürtel sitzt war die Form von einem Schild bedeckt, nicht unähnlich dem des Standartenträgers, wieder die schöne Frau mit den verbundenen Augen, dem wallenden Haar, dem Schwert in der linken und die Wage in der rechten Hand, nur dieses mal waren sie nicht von ihr weg gestreckt, sondern sie hielt sie in einer Geste der Vereinigung zusammen voreinander.

Niemand der Krieger würdigte Loki auch nur eines Blickes, zumindest nicht das er sah, durch die Visiere der Helme der Krieger. Als die Holzkiste auf seiner Höhe war, durchfuhr in ein Stechender Schmerz am ganzen Körper, am schlimmsten aber in seinem Kopf, so dass er vor Agonie zu vergehen wünschte. Doch da war auch die Holzkiste schon an ihm vorbei und der Quälende Schmerz ließ langsam nach.



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