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Ma so ein paar Arbeiten ausem Literatur Unterricht:

Wüstensand so schwer



Grimmson hielt den Kopf tief um sich zu schützen, als mal wieder eine Granate für seinen Geschmack viel zu nahe an ihrer Stellung einschlug. Der Graben verhinderte das schlimmste, was das Sperrfeuer hinter ihren Linien betraf, aber es sah dennoch schlecht aus, denn immer noch rollten die Panzer mit ihren Bulldozerschaufeln auf sie zu und schoben Sand vor sich her. Wenn sie nicht bald aufgehalten würden, würden sie lebendig begraben. Diese verdammten Nazis. So eine nichtmenschliche Taktik können sich auch nur diese Schweine ausdenken.

Er schaute sich um wie es seinen Kameraden ging. direkt neben ihm lag einer schon am boden, sein Helm ist ihm vom Kopfgefallen, und wo eine solide Stirn hätte sein sollen klaffte ein großes Loch. Daraus floss Blut, viel Blut, seine Stiefel wurden komplett verschmiert. Noch vor wenigen stunden hatte er mit ihm geredet und hätte er nur ein wenig weiter rechts gestanden hätte, wäre er wohl genauso geendet, vielleicht gar an seiner Stelle. Links schienen die meisten relativ unbeschadet zu sein, körperlich zumindest, auch wenn man anhand einiger nasser Hosen und dem Geruch von erbrochenem erkennen konnte, dass sie absolut Verängstigt waren. Sie fürchteten um Ihr Leben. Weiter rechts noch sah er eine Leiche, bei der die Eingeweide in einzelnen Schlingen raushingen. Kein schöner Anblick. Aber wie konnte es überhaupt erst soweit kommen?



Nun, dafür musste er wohl weiter ausholen. Angefangen hat eigentlich alles, als er sich freiwillig meldete, um sein Land, und mochte es auch quasi nur aus Wüste bestehen, so war er dennoch stolz darauf hier zu wohnen, gegen die drohende Invasion der Nazis zu verteidigen.

Damals hätte er sich niemals ausgemalt in so einer Lage zu enden. Sie hatten in Trainingslagern in der Wüste eine harte Ausbildung durchlebt, in der er mehr Sand im Mund hatte als Essen und mehr Blaueflecke an der Schulter vom Rückstoß der Gewehre als ein Ringer sie am ganzen Körper wohl hat. Die Ausbildung war hart aber schnell… zu schnell… denn die Nazis kamen immer weiter in ihrem Vormarsch die Welt zu erobern und so wurden sie nur halb ausgebildet, aber genug, um einen normalen Krieg zu überleben. Ihre Ausrüstung war zweifelsfrei gut. Sie hatten Pferde, Waffen und viel Munition, denn Fahrzeuge versandeten zu leicht in der Wüste und das konnte sich die Armee nicht leisten. Also zu Pferd. Doch das nutzte ihnen wenig, denn die Pferde wurden von den Kanonen der Deutschen einfach weggerissen, gemeinsam mit ihren Reitern. Die Nazis hatten unglaubliche Panzer. Eine unglaubliche Reichweite, Zerstörungskraft und Genauigkeit. Damit hatte hier keiner gerechnet. Zu spät wurde erkannt, dass die Deutschen ihre Panzer auch in der Wüste einsetzten konnten und taten. So wurden zu spät erst panzerbrechende Waffen gebaut. Die Wüstenkrieger hatten ein Problem. Gegen eine Infanterie Armee wäre das ganze fast schon ein Kinderspiel gewesen, aber gegen Panzer und ohne ausreichende Panzerfäuste waren sie auf verlorenem Posten. Das Eingraben war eine ihrer wenigen Chancen. So wurde ihnen also der Befehl erteilt Gräben zu machen um die Situation zu verbessern und den Panzerbrechenden Waffen eine bessere Chance zu geben. Aber sie hatten einfach nicht genug davon geschweige denn genug Munition. Alle Raketen waren verschossen, alle Minen vergaben, aber dennoch riss der Strom der deutschen Panzer nicht ab. Es waren einfach zu viele. Wie konnten die Nazis so viele Panzer hier her bringen?

Waren sie nicht auch an anderen Fronten im krieg? Sah es dort ähnlich aus? Hatten die deutschen wirklich so viele Panzer?

Das sollte auf jeden fall nicht sein Problem sein. Sein Problem war viel zu nahe um sich darüber Gedanken zu machen. Denn von vorne kamen die deutschen Panzer mit ihre Bulldozerschaufeln und Tonnen von Sand und hinter ihnen legten die Deutschen Sperrfeuer, das beinahe genauso tödlich schien. Was sollte er tun? Sollte er versuchen durch das Sperrfeuer zu entkommen oder warten und hoffen, dass der Panzer der auf ihn und seine Kameraden zurollte irgendwie gestoppt wurde, bevor er den Graben mit dem todbringenden Sand zuschüttete und sie lebendig begrub?

Diese verfluchten Nazis, es war eine unmenschliche Sache. Denn das die Panzer die soweit kamen eine Fehlfunktion erlitten plötzlich war unwahrscheinlich. Und durch einen so breiten Sperrfeuerbereich zu entkommen so gut wie ausgeschlossen…

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Die Fortsetzung dieser Geschichte, sammt nicht von mir, sondern einer Kmaeradin aus dem Literaturkurs.






Was sollte er tun?

Er hörte das Rollen der Panzer. Dieses Geräusch erregte Übelkeit in ihm.

Hoffen oder Fliehen?

Hier zu sterben, das war es doch nicht wert oder?

Grimmson bemerkte, dass es aussichtslos war, aus dieser Lage zu entkommen.

Warten, das bedeutete den sicheren Tod.

Fliehen erst recht.

Was würde es bringen, die Flucht zu wagen? Selbst, wenn er es schaffen würde, hatte er
garantiert nicht mehr die selbe Anzahl an Körperteilen.

Und ein Leben als Krüppel – das wollte er nicht!

Plötzlich sah er die Panzer, unendlich viele, rollten gleichmäßig, monoton.

Er schämte sich für seine Feigheit.

Viel zu lange hatte er gewartet.

Es war zu spät.

Aus dem Nichts tauchte ein Kamerad neben ihm auf, blutverschmiert, benutzt.

„Sie haben uns!“ brüllte er verzweifelt. Grimmson fühlte, wie Trauer und Angst in ihm
hochstieg, kalt wie Eis. Er spürte etwas schweres, das mit ungeheurem Lärm über ihn
hereinbrach.

So schwer, dass es fast seien Schultern zerbrach.

Ein riesiger Druck auf ihm, unendliche Massen. Er wollte schreien, doch seine Kehle
füllte sich blitzschnell mit Sand, der bis in seine Lungen vordrang. Er spürte, wie seine
Knochen brachen, etwas platzte in ihm.

Sein Leben lief noch einmal im Zeitraffer vor seinen Augen ab, jeder Tag, von seiner
Geburt an bis hin zu diesem Zeitpunkt. Ein Glückliches Leben. „Vielleicht hat alles
einen Sinn…“, dachte er, bevor sein Herz aufhörte zu schlagen.



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